Feuchtigkeitsmesser – 9 Fehler zum Vermeiden

Feuchtigkeitsmesser sind aus einem durchdachten Konzept zum besseren Raumklima nicht wegzudenken. Feuchtigkeitsmesser, auch Hygrometer genannt, bestimmen zuverlässig die relative Luftfeuchtigkeit, sowie je nach Hersteller und Gerät meist auch die Temperatur des Raumes.

Doch beim Aufstellen und beim Betrieb der Feuchtigkeitsmesser bzw. Hygrometer kann so mancher Fehler begangen werden, der eine zuverlässige Bestimmung der Luftfeuchtigkeit behindert oder die per Feuchtemessgerät bestimmten Werte verzerrt.

Im folgenden Ratgeber haben wir für Sie die 9 häufigsten Fehler im Betrieb von Feuchtigkeitsmessern zusammengetragen.

Feuchtigkeitsmesser-Fehler 1: Betrieb zu nah an Wasserdampfquellen

Hygrometer messen den Gehalt von Wasserdampf in der Luft und zeigen ihn als relative Luftfeuchtigkeit in Prozent auf dem Display an. Logisch, dass eine Quelle von Wasserdampf Messungen desselben verzerrt.

Mögliche Quellen können sein:

  • Kochtöpfe
  • Geschirrspüler
  • Wasserkocher
  • Trocknerabluftschläuche
  • Inhaliergeräte
  • Luftbefeuchter
  • Badezimmer

Wird hier ein Messgerät aufgestellt, so zeigt es deutlich höhere Werte an, als eigentlich im Raum vorhanden.

Unser Tipp für Sie:

Achten Sie immer auf einen ausreichenden Abstand zu Wasserdampfquellen, um keine falschen Werte zu erhalten.

Modriger Geruch in der Wohnung
Eine Quelle für Wasserdampf: Geschirrspüler

Feuchtigkeitsmesser-Fehler 2: Betrieb zu nah an Wärmequellen

Die relative Luftfeuchte wird durch die Messung von absoluter Luftfeuchte und der Raumtemperatur bestimmt. Deshalb verzerren ebenso wie Wasserdampf- auch Wärmequellen die entsprechenden Werte.

Wärmequellen können sein:

  • Sonne (!)
  • Herd
  • Kamin
  • Ofen
  • Heizung
  • Heizungsrohre
  • Wärmeproduzierende elektrische Geräte (Laptop, Computer, Fernseher)
  • Abluft von Kühlschränken

Unser Tipp für Sie:

Stellen Sie sicher, dass sie einen ausreichenden Abstand zu möglichen Wärmequellen halten und stellen Sie die Hygrometer nicht in die pralle Sonne.

Bedenken Sie hier, dass sich die Sonneneinstrahlung je nach Tageszeit ändert und überprüfen Sie, ob das Gerät zu allen Zeiten im Schatten steht.

Luftfeuchtigkeit im Raum senken
Kein guter Ort zum Aufstellen eines Feuchtigkeitmessgeräts: Die Heizung

Feuchtigkeitsmesser-Fehler 3: Betrieb zu nah an Kältequellen

Analog zu den Wärmequellen können natürlich auch Quellen kühlerer Luft für eine Verzerrung beim Messen der Geräte sorgen.

Neben den naheliegenden Quellen von kalter Luft wie

Müssen auch Luftzüge aus Treppenhäusern oder kalte Wände bedacht werden.

Unser Tipp für Sie:

Achten Sie auf einen ausreichenden Abstand zu Kältequellen sowie kühlen Wänden, um belastbare Daten beim Messen zu erhalten.

Lüften im Winter
Auch Kälte verfälscht die Messergebnisse von Feuchtigkeitsmessern

Feuchtigkeitsmesser-Fehler 4: Analoge Hygrometer nicht richtig kalibriert

Feuchtigkeitsmessgeräte unterteilt man grob in zwei Kategorien: Digitale und analoge Hygrometer.

Diese haben ganz andere Funktionsweisen und Ansprüche. Ein Unterschied ist, dass analoge Hygrometer von Hand kalibriert werden müssen. Das Vorgehen haben wir bereits auf Besseres-Raumklima.de erläutert.

Unterbleibt dies, oder wird nicht bei allen Geräten gleich durchgeführt, so sind die gemessenen Werte nicht belastbar.

Unser Tipp für Sie:

Denken Sie daran Ihre analogen Feuchtigkeitsmesser regelmäßig und am besten alle zusammen zu kalibrieren.

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Feuchtigkeitsmesser-Fehler 5: Ständige Ortswechsel

Jeder Raum hat sein eigenes Mikroklima, das durch Luftzug und Verwirbelungen entsteht. Daher kann es sein, dass unterschiedliche Messstellen im gleichen Raum leicht unterschiedliche Ergebnisse liefern.

Da es uns vor allem darauf ankommt, eine gewissen Tendenz zu bemerken, ist es nicht ratsam die Messgeräte ständig im Raum zu verschieben.

Unser Tipp für Sie:

Suchen Sie einen passenden Ort für das Feuchtigkeitsmessgerät und lassen Sie es dort stehen.

Raumklima verbessern
Jeder Raum hat sein eigenes Klima

Feuchtigkeitsmesser-Fehler 6: Betrieb unterschiedlicher Feuchtigkeitsmesser

Unter Punkt 3 sprachen wir bereits die unterschiedlichen Arten von Hygrometern an. Jede Bauart bietet dabei unterschiedliche Vor- und Nachteile. Diese haben wir auf Besseres-Raumklima.de bereits besprochen.

Jedes Gerät hat für sich genommen ein eigenen Messunsicherheit. Um belastbare Ergebnisse zu erhalten, ist es daher wichtig sich zu Beginn für eine Bauart zu entscheiden und diese dann in allen Räumen einzusetzen.

Dabei verhält es sich ähnlich wie mit zwei Linealen, wobei ein Lineal A leicht zu kurz und das andere B leicht zu lang misst.

Nutzt man nur Lineal A und vermisst unterschiedliche Gegenstände, so sind die Werte untereinander vergleichbar, da der Messfehler des Gerätes immer gleich bleibt.

Wechselt man stattdessen zwischen Lineal A und B, so sind die Daten wertlos, da man nie sagen kann, ob der Größenunterschied durch eine unterschiedliche Länge des Gegenstandes oder durch den Messfehler zustande kam.

Unser Tipp für Sie:

Entscheiden Sie sich daher zu Beginn für eine Bauart von Feuchtigkeitsmessern und statten Sie damit alle Räume aus.


Idealerweise nutzen Sie nicht nur dieselbe Bauart, sondern auch dasselbe Gerät des selben Herstellers.

Unterschied zwischen digitalem und analogem Feuchtigkeitsmesser:

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Feuchtigkeitsmesser-Fehler 7: Überinterpretation einzelner Werte

Ganz wichtig ist, dass die Beobachtung der Luftfeuchte einer Wohnung oder eines Hauses immer ein Langzeitprojekt ist. 5 Minuten nach Aufstellen der Geräte sind im Normalfall keine aussagekräftigen Daten vorhanden. Diese entstehen nach mehreren Tage bis Woche.

Ein beliebter Fehler ist daher, die einzelnen Werte zu überinterpretieren. Erst über die Zeit ergibt sich eine Tendenz, die Anlass zum Handeln geben kann. Mehr dazu in unserem Ratgeber über das Führen eines Lüftungsprotokolls.

Unser Tipp für Sie:

Notieren Sie die gemessenen Werte über eine längere Zeit, idealerweise mehrere Wochen, um eine wirkliche Interpretation zu ermöglichen und gegebenenfalls Handlungsbedarf zu erkennen.

Helfen können Ihnen dabei digitale Hygrometer mit Datenloggerfunktion.

Beispiel eines Hygrometers mit Datenloggerfunktion:

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Feuchtigkeitsmesser-Fehler 8: Betrieb von zu wenigen Messgeräten

Ein Haus besteht aus Etagen, die Etagen aus Räumen und die Räume haben (wie bereits unter Punkt 4 angesprochen) unterschiedliche Mikroklimas.

Feuchtigkeitsmesser
Vom Großen ins Kleine mit einem Feuchtigkeitsmesser

Für die meisten Menschen sollte von vornherein klar sein, dass ein Hygrometer für das ganze Haus nicht ausreichend ist. Doch manchmal kann selbst ein Gerät für einen Raum zu wenig sein. Dann nämlich wenn dieser sehr groß oder verwinkelt ist.

In diesem Falle lohnt sich die Anschaffung eines zusätzlichen Feuchtemessers, um auch das Mikroklima des gesamten Raumes zuverlässig darzustellen.

Unser Tipp für Sie:

Ist Ihr Raum besonders groß oder verwinkelt, das heißt über Eck oder mit vielen Schrägen, dann stellen Sie ein zusätzliches Feuchtigkeitsmessgerät auf.

Büro Raumklima
Große Räume benötigen manchmal mehrere Feuchtemesser

Feuchtigkeitsmesser-Fehler 9: Nichtbeachtung der Jahreszeiten

Wie bereits angesprochen, ist die Messung des Raumklimas und dessen Verbesserung ein Langzeitprojekt und muss konstant überwacht werden.

Daher sollten Sie sich nicht verunsichern lassen, wenn die Werte für Lufttemperatur und -feuchtigkeit auch mit den Jahreszeiten schwanken.

Warme Sommerluft beispielsweise kann viel mehr Feuchte enthalten als kühle Winterluft und sorgt daher auch für unterschiedliche Werte in der Wohnung.

Unser Tipp für Sie:

Bedenken Sie auch immer die Witterung der Jahreszeiten bei der Interpretation Ihrer Feuchtemessgeräte.

Luftfeuchtigkeit Regen
Die unterschiedlichen Jahreszeiten haben andere Raumklimas zur Folge

Fazit:

Wie Sie sehen, kann man beim Betrieb eines Feuchtigkeitsmessgeräts einiges verkehrt machen.

Halten Sie sich jedoch an unsere Tipps, dann steht dem ersten Schritt zu einem optimalen Raumklima nichts im Wege.

Bildquellen

Categories: Luftfeuchtigkeit

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