Bügeln in der Wohnung: 8 Fehler, die Sie vermeiden sollten!

Luftfeuchtigkeit

Verknitterte Hemden, Tischdecken mit Falten: Ums Bügeln in der Wohnung kommt man manchmal einfach nicht herum. Wie bei allen Dingen, die mit Feuchtigkeit zu tun haben, kann man aber auch hier Fehler begehen.

Diese schlagen sich negativ aufs Raumklima nieder und sorgen im schlimmsten Fall für Schäden an Gegenständen, der Bausubstanz oder gar Ihrer Gesundheit.

Deshalb sollten Sie die folgenden 8 Fehler beim Bügeln in der Wohnung wenn möglich vermeiden.

Fehler 1: Wäsche zu feucht bügeln

Kommt die Kleidung direkt aus der Maschine, so befindet sich noch viel Feuchtigkeit in ihr. Ist die Wäsche noch zu feucht, dann steigt unnötig viel Wasser als Wasserdampf in die Luft auf.

Die Folge: Ein Anstieg der Luftfeuchtigkeit. Steigt diese über die bekannten kritischen Werte, so droht Schimmelgefahr.

Ideal ist ein Feuchtigkeitsgrad, der bei Wäschetrocknern als „bügelfeucht“ bezeichnet wird. Hier enthält die Wäsche noch ein wenig Restfeuchte, die das Bügeln erleichtert.

Bügeln in der Wohnung – Fehler 2: Wäsche zu trocken bügeln

Wenig sinnvoll ist es außerdem, die Wäsche zunächst vollkommen trocknen zu lassen und dann wieder per Dampfbügeleisen oder Aufsprühen von Wasser Feuchtigkeit hinzuzufügen.

Dies gilt vor allem beim Trocknen der Wäsche in der Wohnung. Somit hat man dann sowohl die gesamte Feuchtigkeit der Wäsche, als auch die zusätzliche Feuchtigkeit des Bügelns in die Luft eingebracht.

Besser ist ein Bügeln, wenn die Wäsche noch „bügelfeucht“ ist.

Fehler 3: Unnötigerweise mit viel Dampf bügeln

Auch wenn es den Besitzer eines tollen Dampfbügeleisens in den Fingern juckt: Nicht alle Wäschestücke müssen mit viel Dampf gebügelt werden. Dünne Hemden brauchen deutlich weniger als beispielsweise dicke Jeans.

Diese können, sofern sie noch leicht feucht und nicht vollkommen durchgetrocknet sind, vollkommen ohne Dampf gebügelt werden.

Auch hier gilt wieder: Bügelfeucht hilft Feuchtigkeit zu sparen.

Bügeln in der Wohnung – Fehler 4: Zu wenig lüften

Dampfbügeln ist im Prinzip nichts anderes als das direkte Abgeben von Wasserdampf in die Luft. Wie bei allen Dingen, bei denen Feuchtigkeit in die Luft abgegeben wird, gilt auch hier selbstverständlich: Lüften, lüften, lüften! Wie man richtig lüftet erfahren Sie in unserem Ratgeberartikel zum Thema.

Fehler 5: In kalten und unbeheizten Räumen bügeln

Oftmals bügelt die Hausfrau oder der Hausmann einem separaten Zimmer, meist im Schlafzimmer. Nicht selten ist sogar ein ganz separates Bügelzimmer eingerichtet worden. Diese sind in vielen Fällen nicht oder nur wenig beheizt. Die Oberflächen dieser Räume sind daher deutlich kühler als im Rest der Wohnung.

Die Gefahr ist nun, dass der warme Wasserdampf direkt auf die kühlen Oberflächen der Wände, Möbel und sonstiger Gegenstände trifft. Das führt dazu, dass er sofort kondensiert und die entsprechenden Gegenstände befeuchtet.

Weiterhin speichert die Luft bei niedrigeren Temperaturen weniger Luftfeuchtigkeit. Das führt dazu, dass die Luftfeuchtigkeit im Bügelraum bei niedriger Temperatur sehr hoch ansteigen kann. Schimmelgefahr ist die Folge.

Bügeln in der Wohnung  – Fehler 6: Nicht an die Jahreszeiten anpassen

Vor Vorhergenannte gilt natürlich umso mehr, je kälter es draußen ist. Im Winter beispielsweise kühlen die Außenwände ab und die Kondensation ist noch stärker gegeben.

Eine Möglichkeit darauf zu reagieren ist zum Beispiel abhängig von der Außentemperatur das Bügeln in ein wärmeres und besser belüftetes Zimmer zu verlegen.

Bügeln in der Wohnung – Fehler 7: In Räumen mit abgehängter Decke bügeln

Abgehängte Decken sind eine besondere Gefahr, gerade im Zusammenhang mit Bügeln. Oftmals sind in die Holzplatten dieser Decken nicht abgedichtete Löcher für Halogenstrahler oder Ähnliches eingelassen. Steigt nun der warme Wasserdampf nach oben, so kann er sich durch diese Öffnungen hindurch bewegen.

Die dahinter liegende Geschossdecke ist aber in der Regel deutlich kühler als der Raum, da sie durch die abgehängte Decke von der Heizungsluft isoliert wird.

Hier kann es nun zur Kondensation kommen. Wird dies nicht bemerkt, so können großflächige Schimmelpilzkolonien als versteckter Schimmel entstehen. Entsprechende gesundheitliche Beeinträchtigungen, vor allem im Schlafzimmer, können die Folge sein.

Bügeln in der Wohnung  – Fehler 8: Bügeln ohne Monitoring durch ein Hygrometer

Feuchtigkeit in die Wohnung zu bringen ist immer eine Gefahr. Ohne ständige Wachsamkeit kann es durchaus schnell zum einem Anstieg der relativen Luftfeuchtigkeit auf die kritischen Werte oberhalb von 60-70% kommen.

Damit dies nicht passiert, ist es unerlässlich die Werte Luftfeuchtigkeit und Raumtemperatur im ständigen Blick zu halten. Dies geschieht mit Hilfe eines Hygrometer genannten Feuchtigkeitsmessers.

Dieses Gerät zeigt beide Werte konstant an und ermöglicht eine verlässliche Kontrolle.

Beispiel eines Hygrometers*:

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ThermoPro TP55 digitales Thermo-Hygrometer Innen Thermometer Hygrometer Temperatur und Luftfeuchtigkeitmessgerät mit Raumklima-Indikator für Raumklimakontrolle Raumluftüerwachtung

Unsere Tipps zum Bügeln in der Wohnung lauten daher:

  • Kein Bügeln ohne Monitoring!
  • Keine unnötige Feuchtigkeit in die Luft eintragen
  • Bügeln nur in gut beheizten und belüfteten Räumen
  • Nach dem Bügeln gut und richtig lüften
  • Die Luftfeuchtigkeit und Temperatur mittels Hygrometer überwachen
  • Möglichst Bügeln in Räumen mit abgehängter Decke vermeiden

Haben Sie noch Fragen oder Anregungen zum Thema? Dann schreiben Sie uns gerne eine Kommentar!

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