Luftfeuchtigkeit Definition und Grundlagen

Luftfeuchtigkeit Definition

 

Den Begriff „Luftfeuchtigkeit“ kann man zunächst einmal ganz wörtlich verstehen, also als die „Feuchtigkeit der Luft“.

Um genauer zu verstehen, was das heißt, muss man sich zunächst klar machen was Luft überhaupt ist. Denn die Luft, die wir atmen istkein einzelnes Gas, sondern ein Gemisch aus vielen verschiedenen Gasen. Dazu zählen etwa Stickstoff (N2), Sauerstoff (O2), Kohlenstoffdioxid (CO2), aber auch Wasser als Gas, nämlich Wasserdampf (H2O).

 

Luftfeuchtigkeit Definition
Luft ist ein Gasgemisch

 

Die Anteile der jeweiligen Gase an der Umgebungsluft sind nicht starr, sondern unterliegen einer gewissen Schwankung und können gemessen werden. Beim Sauerstoff kennt man das beispielsweise vom Bergsteigen, wenn vom Sauerstoffpartialdruck die Rede ist.

Genau wie man also den Sauerstoffanteil an der Atemluft messen kann, kann man aber auch den Wasserdampfanteil messen. Man misst also, wie viel Wasserdampf in der Umgebungsluft enthalten ist.

 

Man versteht also unter der Luftfeuchtigkeit den in der Umgebungsluft verteilten Wasserdampf.

 

 

Je mehr Dampf vorhanden ist, desto feuchter ist die Luft und umgekehrt, ein Phänomen, das man vom Kochen oder Duschen kennt.

Bei der Messung der Luftfeuchte ist aber zu beachten, dass nur der reine Wasserdampf gezählt wird, flüssiges Wasser als Nebel, Regen oder Eis dagegen nicht, da es nicht Anteil am Gasgemisch der Umgebungsluft hat.

 

Angabe als absolute und relative Luftfeuchtigkeit

Solche Messwerte wie in diesem Fall der Wasserdampfanteil, lassen sich in mehreren Art und Weisen messen bzw. angeben.

Die Feuchtigkeit lässt sich beispielsweise in zwei Arten erfassen und angeben: Einerseits als absolute Luftfeuchtigkeit in g/cm3 und andererseits als relative Luftfeuchtigkeit in Prozent.

 

Die absolute Luftfeuchtigkeit gibt also die genaue Menge an Wasser in Gramm pro Kubikzentimeter Luft an.

 

Da dem durchschnittlichen Verbraucher Angaben wie „Es befinden sich gerade 200 gr. Wasserdampf pro cm3“ nicht viel sagen und bringen, ist die geläufigste Art und Weise über Luftfeuchte zu reden die relative Luftfeuchtigkeit.

Diese besagt wie viel Prozent des unter den Umweltbedingungen, die gerade herrschen (Temperatur und Luftdruck), maximalen Wasserdampfgehaltes der Luft schon erreicht ist.

Zeigt also das Hygrometer in Ihrem Wohnzimmer 55% an, so sind 55% der maximalen Sättigung des Luft mit Wasser unter ca. 20°C und bei ca. 1 bar Luftdruck erreicht.

 

Anders gesagt: Die relative Luftfeuchtigkeit zeigt den Sättigungsgrad der Luft mit Wasser an.

 

Dies ist ähnlich wie bei dem Ladezustand eines Akkus: Den Benutzer interessiert weniger die genaue verbliebene Spannung. Denn um einschätzen zu können, wie lange ihm noch von seinem Laptop bleibt, müsste er sich das mithilfe von Angaben wie Ladekapazität oder anderen Variablen ausrechnen.

Nein, eine Aussage wie „Es verbleiben noch 40% Akkuladung.“ ist dagegen viel praktischer

 

Warum ist die Angabe als relative Luftfeuchtigkeit nicht nur praktisch, sondern auch wichtig?

Die Messung der Feuchtigkeit der Luft ist gerade im Hinblick auf Schimmel wichtig, da dieser sich vor allem an feuchten Stellen ausbreitet.

Feucht werden Wände einerseits natürlich dadurch, dass direkt flüssiges Wasser aufgebracht wird. Dies ist beispielsweise bei undichten Leitungen an Heizungen, Wasserrohren oder Ähnlichem der Fall.

Andererseits bildet sich aber auch Feuchtigkeit dadurch, dass der in der Luft gelöste Dampf sich an kalten Flächen wie Fenstern, oder kalten Außenwänden niederschlägt und kondensiert. Dieser Effekt ist vor allem bei einer Luftfeuchtigkeit ab 65 % zu beobachten.

Die Messung und Angabe der relativen Luftfeuchtigkeit hilft also insofern, als dass man nicht immer auch Temperatur und Luftdruck zusammen messen muss, um zu wissen, ob die herrschende absolute Luftfeuchtigkeit diesen kritischen Schwellenwert überschreitet und Bauschäden oder auch gesundheitliche Schädigungen drohen.

Wie kann man denn die Luftfeuchte überhaupt messen?

Die Messung (und ggf. auch Aufzeichnung und Auswertung) der Luftfeuchte geschieht mithilfe von sog. Hygrometern (griechisch für „Feuchtigkeitsmesser“). Diese messen sowohl die absolute Luftfeuchtigkeit, als auch Temperatur und Luftdruck und geben das Ergebnis als Prozentzahl relativer Luftfeuchtigkeit auf einem Display aus, so dass ein Blick reicht, um zu wissen wie es um die Feuchtigkeit und das Raumklima bestellt ist.

 

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Manche etwas umfangreicheren Modelle lassen auch eine Protokollierung der Messungen zu, so dass man sich die Veränderung der Luftfeuchtigkeit über den ganzen Tag anzeigen lassen kann.

 

Was hat die Raumtemperatur mit der ganzen Sache zu tun?

Der Zusammenhang zwischen Raumtemperatur und der relativen Luftfeuchtigkeit ist etwas komplexer und würde den Rahmen dieses Artikels sprengen.

Deshalb haben wir zu diesem Thema einen eigenen Artikel verfasst: Link.

 

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