Spinnen im Haus – Ein Zeichen für gutes Raumklima?

Man hört es immer mal wieder, doch ist es wahr: Spinnen im Haus – Ein Zeichen für gutes Raumklima?

Sie würden eher trockene Luft bevorzugen heisst es, doch sind Spinnen im Haus wirklich ein Zeichen für ein gutes Raumklima, sprich: Für eine gute Luftfeuchtigkeit, eine gute Raumtemperatur und ein Fehlen von Schadstoffen?

Die Antwort ist leider so einfach wie ungut für die kleinen Krabbeltierchen: Nein.

 

 

Denn betrachtet man sich die in Westeuropa verbreiteteste Art der Hausspinnen, die Winkelspinne, so stellt sich heraus, dass diese ziemlich in ziemlich variablen Umgebungen leben kann und „trockene Luft“ keineswegs ihr bevorzugtes Klima ist.

Wichtig sind für die Achtbeiner, wie für alle Lebewesen, folgende Fragen, um in einer Umwelt zu überleben: Gibt es Nahrung und gibt es Wasser?

Leider muss man für die Spinnen dies bei trockener Umgebung verneinen, denn sie trinken aus feinen Wassertröpfchen, dem Morgentau, welcher in trockener Umgebung nur leidlich vorhanden ist.

Ebenso fühlen sich andere Insekten eher in feuchter Umgebung wohl, weswegen es in trockener Luft weniger Nahrung für die Spinnen gibt. Außerdem taugen sie als Indikator für Schadstoffe beispielsweise aus Möbel oder Ähnlichem ebensowenig, da sie geringen Mengen von Schadstoffen gegenüber relativ tolerant sind.

 

Wie stellt man denn dann fest was ein gutes Raumklima ist?

Zunächst einmal steht das Messen der wichtigen Parameter auf der Tagesordnung. Weiterhin sollte man diese Checkliste befolgen und sich an den entsprechenden Artikeln orientieren.

 

Heisst das im Umkehrschluss alle Spinnen können weg?

Nein, natürlich nicht. Denn selbst wenn sie als Raumklimamesser nicht übermäßig taugen, so haben sie dennoch ihren Nutzen in der Wohnung.

Aufgrund ihres Fressverhaltens entfernen sie nämlich nicht unvernachlässigbare Mengen von Insekten wie Fliegen o.Ä. die beispielsweise ihre Eier in unseren Nahrungsvorräten ablegen. Die ein oder andere Spinne im Haus kann also ganz nützlich sein.

 

Aber was tut man, wenn es zu viele werden?

Zunächst einmal ist wichtig zu sagen was man NICHT tut: Chemie einsetzen.

Denn was bringt alles Streben für ein schadstoffarmes, gutes Raumklima, wenn man sich dann freiwillig Gifte in die Wohnung kippt? Ökologischer und „besser fürs Karma“ sind dagegen Instrumente wie die folgenden, die Spinnen sanft aus der Wohnung entfernen ohne sie zu töten:

 

 

 

 

 

 

 

 

Weiterhin sollte man darauf achten Fenster und Türen abzudichten und gegebenenfalls Fenster zu Komposthaufen oder Mülleimern mit Fliegennetzen auszustatten, da hier ein riesiges Futterangebot für Spinnen besteht, ergo auch mehr Spinnen vorhanden sind.

 

 

 

 

 

 

 

Werden diese Tips befolgt, so steht einem friedlichen Gegenüber von Spinne und Mensch (auch ohne Nutzen fürs Raumklima) nichts im Wege.

 

Bildquellen

Categories: Raumklima

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