Raumklima verbessern

Welche Luftfeuchtigkeit bei Hausstauballergie?

Gesundheit Luftfeuchtigkeit

Unsere Leserin Frau Steiner fragte in der Kommentarspalte folgendes zum Thema „Luftfeuchtigkeit bei Hausstauballergie“:

Frage:

„Hallo! Meine Tochter (7) und ich sind relativ starke Hausstauballergikerinnen, ist da eine höhere Luftfeuchtigkeit besser als eine niedrige? Vielen Dank im vorraus, MfG F. Steiner“

Antwort:

Bei dieser Frage kann man leider nur die Lieblingsantwort aller Juristen geben: Es kommt darauf an.

Generelle Aussagen sind gerade im Bezug auf gesundheitliche Aspekte schwierig zu treffen. Was man sicher sagen ist, dass extreme Raumklima-Messwerte nie gut sind.

Das gilt einerseits für Menschen mit gesundheitlichen Beeinträchtigungen wie Hausstauballergie, Asthma oder auch Hautkrankheiten, aber trifft eingeschränkt selbstverständlich auch auf gesunde Leute zu.

Recherchiert man nun aber ganz speziell für Menschen mit Hausstauballergie so findet man folgende Aussage von Lungenärzten:

Im Falle der Hausstauballergie sollte man darauf achten die relative Luftfeuchtigkeit in einem Bereich zwischen 45 und 55 % zu halten (Quelle).

Luftfeuchtigkeit bei Hausstauballergie

Auslöser: Milbenkot

Was selbst viele Hausstauballergiker nicht wissen: Nicht der Staub als solches ist das Problem. Das Allergen (also der die allergische Reaktion auslösende Stoff) ist der Kot der Hausstaubmilbe. Diese leben unsichtbar in unseren Matratzen und ernähren sich von unseren Hautschuppen.

Ihnen das Leben so schwer wie möglich zu machen, das ist das Ziel.

Staub in der Luft ist das Problem

Anders als oft gedacht ist bei Hausstauballergie weniger der sichtbare Staub auf den Möbeln das Problem. Schwierig wird es vor allem, wenn der entsprechende Staub in der Luft ist und eingeatmet wird.

Das ist unter anderem der Grund, warum Hausstauballergiker Probleme haben, wenn Bettwäsche ausgeschüttelt, Staub trocken gewischt oder auch mit undichtem Staubsaugerbeutel gesaugt wird.

Niedrige Luftfeuchtigkeit bei Hausstauballergie: Zweischneidiges Schwert

Hausstaubmilben mögen vor allem ältere und leicht feuchte Hautschuppen. Sie bevorzugen eine Luftfeuchtigkeit um die 70%. Im Bezug auf die Milben kann die Luftfeuchtigkeit nicht trocken genug sein.

Ist die Luft jedoch zu trocken, dann führt dies dazu, dass sich mehr Staub bildet. Feine Teilchen gelangen in die Luft und verklumpen nicht so schnell.

Dadurch ist die Staubbelastung in der Luft höher, als bei höherer Luftfeuchtigkeit.

Bei trockener Luft verklumpt Staub nicht so schnell

 

Warum zu hohe Luftfeuchtigkeit bei Hausstauballergie nicht gut ist:

Hausstaubmilben vermehren sich am besten bei wenig Luftzirkulation und einer Luftfeuchtigkeit von ca. 70% bei möglichst warmer Umgebung.

Unter 60% Luftfeuchtigkeit ist die Umgebung für Milben nicht mehr ideal und die Verbreitung wird eingedämmt. Weiterhin sollte die Luft ständig zirkulieren, vor allem die Bettwäsche sollte jeden Tag gelüftet werden.

Dies lässt sich wunderbar mit dem normalen Lüftungsvorgang zum regulieren der Luftfeuchte kombinieren.

Grade im Schlafzimmer sollte die Raumtemperatur nicht höher als 20°C sein, damit das Milbenwachstum gehemmt wird.

Milben bevorzugen feuchtes und warmes Klima

 

Fazit:

Im Prinzip müssen Hausstauballergiker nicht besonders auf ihr Raumklima achten, jedenfalls nicht mehr als jeder andere Mensch.

Beherzigt man unsere Tips und arbeitet sich anhand unserer Checkliste voran, so entsteht automatisch ein Raumklima, das auch für Hausstauballergiker sehr gut geeignet ist.

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