Woher stammen die Schadstoffe in der Raumluft?

Auch wenn es viele nicht wissen: In unserer Raumluft befinden sich Schadstoffe, und das nicht zu knapp.

Doch woher stammen sie und was kann ich dagegen tun?

 

Definition „Schadstoffe“

Zunächst einmal sollten wir uns klar machen, was wir überhaupt unter Schadstoffen verstehen.

Was zunächst banal klingt ist bei genauerer Betrachtung gar nicht so einfach. Im Grunde genommen ist per Definition jeder Stoff ein Schadstoff, der in größerer Menge aufgenommen Schaden bei Menschen (und Tieren) verursacht.

Aber hier zeigt sich schon das Problem: Was für den einen schädlich ist, muss für den anderen nicht zwangsläufig ebenfalls gefährlich sein und umgekehrt.

Als Beispiel seien hier die Blütenpollen genannt. Für Nicht-Allergiker sind sie relativ uninteressant, starke Allergiker dagegen richten manchmal große Teile ihrer Alltagsplanung nach dem Pollenflugkalender aus.

Pollen – Für die Einen ein Problem, für die Anderen kein Grund zur Sorge

 

Unterscheidung natürliche und künstliche Schadstoffe

Grundsätzlich unterteilt man Gifte in der Raumluft nach ihrem Ursprung in Schadstoffe aus der Natur und künstliche Schadstoffe, die von Menschen erzeugt oder freigesetzt werden.

Natürliche Schadstoffe:

  • Allergene aller Art (z.B. Blütenpollen, Milbenkot)
  • Schimmelpilzsporen
  • Gesteinsstäube

Künstliche Schadstoffe:

  • Kohlenmonoxid
  • Feinstäube
  • Benzol
  • Formaldehyd
  • Blausäure
  • Kohlenmonoxid
  • Nikotin
  • Teer
  • etc.

 

Woher stammen diese Stoffe und wie kommen sie ins Haus?

Viele Stoffe kommen natürlich von außen. Beispielsweise durch Autoabgase oder Feinstäube von Autobremsen oder Reifenabrieb, die beim Lüften in die Wohnung gelangen.

Dazu kommen die Belastungen, die wir mit unseren Schuhen und Jacken von außen hereinbringen, hier vor allem Pollen und Blütenstäube.

Doch auch von innen droht „Gefahr“: Weichmacher aus Kunststoffen, Formaldehyd und Benzol aus Teppichen, Möbeln und Elektrogeräten, Tabakqualm mit seinen Giften wie Nikotin, Teer, Blausäure oder Kohlenmonoxid, all das befindet sich in unserer Atemluft.

Schadstoffe Raumluft

Nicht zu vergessen unserer eigenen „Ausdünstungen“, die, zwar nicht unbedingt gesundheitsschädlich, dennoch dem Raumklima nicht gerade zuträglich sind.

 

Was kann man dagegen tun?

Zunächst einmal ist es sinnvoll die Menge der Schadstoffe von vornherein zu begrenzen.

Dies kann man machen, in dem man beispielsweise Elektrogeräte oder Nutzgegenstände kauft, die in einschlägigen Produkttests durch eine geringe Schadstoffausdünstung aufgefallen sind.

Da die Schadstoffe aber sowohl von innen, als auch von außen hereinkommen, ist lüften selbst auf dem Land (Allergene) nicht immer die beste Wahl.

Mehr Sinn machen da schon eine ausreichende Zahl von Zimmerpflanzen. Diese sehen nicht nur schön aus und erzeugen selbst in der tristesten Betonwüste einen Hauch von Natur, sondern sie filtern auch die Raumluft und entfernen Gifte aus ihr.

Bei starken Belastungen oder sehr empfindlichen Personen (Kinder, Personen mit gesundheitlichen Einschränkungen) kann es außerdem sinnvoll sein einen Luftreiniger oder -wäscher aufzustellen, der die Gifte aus der Atemluft entfernt.

 

 

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